Tech News

Technik & Digital

Snapchat kündigt Initiativen zur Wähleraufklärung vor den EU-Wahlen an


Angesichts der Europawahlen im nächsten Monat hat Snapchat einige neue Initiativen angekündigt, um die Bürgerbeteiligung der EU-Bürger zu fördern.

Das könnte in diesem Jahr besonders wichtig sein, denn zum ersten Mal Belgien und Deutschland senken das Wahlalter auf 16 Jahre und schließen sich damit Österreich, Malta und Griechenland an, die jüngeren Bürgern mehr Mitspracherecht einräumen. In Belgien und Griechenland herrscht zudem Wahlpflicht, was bedeutet, dass Snap eine Schlüsselrolle dabei spielen könnte, diese jüngeren Erstwähler zu erreichen, die letztlich einen erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis haben könnten.

Um das Bewusstsein zu schärfen, hat Snap in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament eine neue AR-Wahllinse eingeführt, die die Menschen dazu ermutigen soll, wählen zu gehen.

Snapchat kündigt Initiativen zur Wähleraufklärung vor den EU-Wahlen an

Snap teilt mit, dass es diese Linse mit allen Snapchattern in der EU teilen wird, zusammen mit einer Nachricht, die sie an die Stimmabgabe erinnert, und einem Link zur Wahlwebsite des Parlaments.

Dies mag wie ein kleiner Vorstoß erscheinen, doch Snapchats Erfolgsbilanz an dieser Front ist beachtlich.

Snap sagt, dass es im Jahr 2018 hat über 450.000 Snapchattern in den USA dabei geholfen, sich als Wähler zu registrieren, während diese Zahl im Jahr 2020 auf 1,2 Millionen anstieg.

Bereits im Jahr 2020 führte eine Untersuchung von Demokratie funktioniertAuch gefunden Das Von den 450.000 Snapchattern in den USA, die sich 2018 über das TurboVote-Verfahren zur Wahl registriert hatten, nahmen anschließend rund 57 % an den US-Zwischenwahlen teil. Dies entspricht rund 260.000 zusätzlichen Stimmen, die direkt auf einen Push über die App zurückzuführen sind.

Snap ist es außerdem gelungen, durch direkte Sensibilisierungskampagnen eine stärkere Bürgerbeteiligung zu fördern und junge Menschen dazu zu ermutigen, sich selbst für lokale Ämter zu bewerben.

Die Reichweite und Resonanz der App bei jungen Menschen ist in dieser Hinsicht äußerst wertvoll und es wird interessant sein zu sehen, welche Rolle Snap dieses Mal dabei spielt, junge Menschen zur Teilnahme zu ermutigen.

Neben neuen Objektiven, Snap arbeitet außerdem mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission zusammen, um ihre „Nutze deine Stimme' Informationskampagne zu den Wahlen, während sie gleichzeitig weiterhin auf Fehlinformationen und Bedrohungen des demokratischen Prozesses achtet.

Laut Snap:

„Zur Vorbereitung auf die EU-Wahlen haben wir:

  • Registriert bei der KI-Wahlabkommenzusammen mit anderen Technologieunternehmen, wo wir uns verpflichtet haben, gemeinsam an Tools zu arbeiten, mit denen die Verbreitung von KI-generierten Inhalten, die darauf abzielen, Wähler zu täuschen, erkannt und eingeschränkt werden kann.
  • Einführung kontextbezogener Symbole, damit unsere Community leichter erkennt, wann sie mit von Snap generierten KI-Inhalten interagiert.
  • Außerdem wurde meine KI angewiesen, sich nicht mit politischen Themen zu befassen.
  • In Partnerschaft mit Logically, einer führenden Faktencheck-Organisation und Unterzeichner des EU-Verhaltenskodex für Desinformationum die Überprüfung politischer Anzeigenaussagen in der gesamten EU zu unterstützen.“

Snapchat ist vielleicht nicht unbedingt die erste Möglichkeit, mit Wählern in Kontakt zu treten. Doch die jüngsten Änderungen der EU-Wahlregeln könnten der App tatsächlich einen erheblichen Einfluss verleihen. Das könnte dazu führen, dass sich mehr politische Entscheidungsträger auf die App konzentrieren, um jüngere Nutzer zu erreichen.

Deshalb sind diese Maßnahmen wichtig. Und obwohl ein AR-Filter im größeren Kontext der Bürgerbeteiligung keine große Rolle zu spielen scheint, könnte er tatsächlich eine viel größere Rolle spielen, als viele erwarten.



Source link